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Archive for Oktober 2008

So, da bin ich wieder. Und meine Laune ist dieses Mal genau das Gegenteil von letztem Mal. Mir geht’s richtig gut! Die Gründe dafür sind: Ich habe DiRa wieder gefunden, durfte ein Paar Tage ausschlafen, weil ich in der Hauptfiliale gearbeitet habe, habe wieder ein total schönes Buch gelesen, es gab meine ersten Mandarinen diese Saison und heute ist auch noch meine bestellt Figur von Fistco angekommen. Aber alles der Reihe nach.

Ich hab ja im letzten Mal erwähnt, dass bei DiRa die Rede von Grim weg war. Okay, jetzt wo ich sie wieder habe, will ich es euch nicht vorenthalten:

Eine hochgewachsene Gestalt, die in einen schwarzen Mantel gehüllt war, trat langsam und würdevoll auf die Bühne. Die Kapuze des Mantels und der Schatten, den sie warf, verdeckten das ganze Gesicht der Person. Als er die Mitte der Bühne erreichte, blieb er schweigend stehen und drehte sich zu der Menge, die erwartungsvoll zu ihm aufsah. Eine Weile verharrte er in dieser Position, schweigend. Dann hob er langsam, beschwörend die Arme und begann mit einer tiefen, dunklen und kraftvollen Stimme zu sprechen: „Brüder, Schwestern, hört mich an. Unser Warten hat bald ein Ende. Wir alle spüren das Nahen unseres Herrn, wir alle wissen, dass unsere Zeit endlich kommt. Nach all den Jahren, die wir hier verbrachten, wird er, der ungeliebte Sohn, nun endlich

kommen um uns das zu geben, was schon immer rechtmäßig unser war. Und darum lasst uns heute Nacht das erste Jahrtausend beginnen!“ […]Die Menge jubelte dem Schwarzgekleideten einstimmig zu. Es war ein stolzes, ernstes und zu allem entschlossenes Jubeln. Dies war der Zeitpunkt, an dem Ramon, Sam und

Seth ihre Furcht nicht verstecken konnten und es auch nicht mehr wollten. Panisch sahen sie sich gegenseitig an und Ramon flüsterte: „Was sind das für Freaks? Sind wir hier in so einer Weltuntergangssekte gelandet?“ Der Redner auf der Bühne erhob wieder seine Stimme. „Das Scharlachrote Jahrhundert wird in die Welt getragen von unserem einzigen Herren, dem Messias, doch unsere Hände werden es vorbereiten, einleiten und ausführen. Es wird kein Wesen dieser unserer Welt geben, das sich der Bestimmung wiedersetzen kann. Unser Herr ist nah und unter seiner Hand werden wir diese unsere Welt endlich zu dem machen, das sie schon immer sein sollte! Eine Welt der Nacht, eine Welt des Blutes, eine Welt der Vampire!“

Ja, es ist nicht soviel, dass ich so einen Aufstand deswegen machen musste, aber mir war es halt total wichtig.

So, der nächste Punkt ist das Buch, dass ich gelesen habe. Es handelt sich dabei um Die Bücherdiebin (The Book Thief) von Markus Zusak. Das Buch erzählt die Geschichte der Jugend der „Bücherdiebin“ Liesel Meminger in den Jahren 1939 bis etwa 1944 in Molchingen bei München. Ja, es handelt sich um eine Geschichte des zweiten Weltkriegs in Deutschland. Das besondere an dem Buch ist aber, wie es geschrieben ist, denn die Geschichte der jungen

Bücherdiebin wird nicht von ihr selbst, sondern von jemandem erzählt, der sie nur einige Male getroffen hatte. Jemandem, der jeden einen trifft, ob er will oder nicht und der nicht immer in Großbuchstaben spricht: Die Geschichte wird vom Tod erzählt. Er berichtet

über Liesels Kindheit anhand eines Buches, das sie geschrieben und er gefunden hat. Der Schreibstil ist einfach wundervoll, auch wenn der Tod manchmal Ereignisse im Vorraus erzählt, und dadurch nicht ganz chornologisch durch Liesels Geschichte führt. Immer wieder wird der Roman von kleinen „Randbemerkungen“ unterbrochen, die ich sehr, sehr schön geschrieben finde. Als Beispiel 2 meiner Lieblingsbemerkungen: „Was ist schlimmer als ein Junge, der dich hasst? Ein Junge, der dich liebt.“ – „Eine kurze, aber bemerkenswerte Beobachtung. In all den Jahren habe ich so viele junge Männer gesehen, die der Meinung waren, auf andere junge Männer zuzulaufen. Aber das stimmt nicht. Sie alle liefen zu mir.“ Ich weiß nicht, ob diese Sätze so aus dem Zusammenhang gerissen überhaupt irgendeine Wirkung haben, aber im Buch haben sie mich wirklich tief bewegt. Das Buch ist einfach wunder, wunderschön und zum Ende hin auch noch tottraurig. Wen das anspricht, sollte keine Sekunde warten und sich die Bücherdiebin kaufen. Es lohnt sich wirklich!

Ach ja, und im Kino war ich auch noch. Da mir der Film aber nicht so gut gefallen hat, wird die abhandlung wohl recht kurz ausfallen. Gesehen haben wir Eagle Eye. Wir das waren Fussel, Len, ihr Freund und ich. Im Gegensatz zu Krabat war ich dieses Mal die einzige, der der Film nicht gefallen hat. Es geht darin um

einen jungen Mann (Standartmodel: Loser), der nach der Beerdigung seines Zwillingsbruders nach Hause kommt und seine Wohnung mit millitärischem Kram (von Waffen über Sprengstoffe bis zu Handbücher von Kampfjets) vollgestellt findet. Dann erhält er einen Anruf. Eine unbekannte Frau sagt ihm, dass er noch etwa 30 Sekunden zu Flucht hätte, bevor das FBI bei ihm eindringt. Hauptperson 2 ist eine Frau (Standartmodel: Alleinerziehende Mutter, deren Ex-Mann unzuverlässig ist). Nachdem ihr Sohn mit seinem Orchester im Zug aufgebrochen ist um in der Kennedy Hall zu spielen, bekommt sie ebenfalls einen Anruf von der gleichen mysteriösen Frau. Sie bekommt einen Auftrag und wenn sie nicht tut, was sie soll, droht die Frauenstimme am Telefon den Zug entgleißen zu lassen, in dem ihr Sohn sitzt. Gut, mehr will ich nicht zur Handlung sagen, sonst verrat ich noch alles. Nur

soviel: Ich finde, man hätte aus der Idee noch viel, viel mehr machen können. ein bisschen Schade. Und ich musst an den Computer von Portal denken und habe die ganze Zeit auf eine Bemerkung über Kuchen gewartet.

So, jetzt zu meiner Figur. Kino aus Kino no Tabi war meine erste Bestellung bei Fistco und ich bin mehr als zufrieden. Die Figur ist etwa 18 cm groß und wunderschön detailliert. Ich finde die Knöpfe an ihren Taschen hübsche Details und auch Kinos Gesicht und ihre Hände sind richtig schön. Außerdem habe ich ein Kino no Tabi Video geschnitten. Das Lied finde ich sehr cool. Ein Foto von der Figur gibt es dann im nächsten Eintrag, da dieser ja thematisch bebildert ist.

Das Thema lautet übrigens: Wo ist meine Prinzessin auf ihrem weißen Ross? Ja, ich weiß, dass ich einen Freund habe und ich weiß, dass keine Prinzessin auf einem weißen Ross am Bahnhof vorbeikommt und mich mitnimmt. Aber ein kleines bisschen

Träumen wird man ja noch dürfen. Die Bilder stammen aus den yurifizierten Versionen der grimmschen Märchen. Ich mag den Zeichenstil. Er ist so schön zart. Und mir gefallen die weiblichen Versionen der Prinzen aus den Märchen sehr gut. Auf dem Schneewittchenbild ist eine von ihnen zu sehen.

Okay, das war’s dann auch schon. Zieht euch warm an, esst nicht zuviel lecker Weihnachtsschoki und nicht vergessen: In 55 Tage ist Heiligabend!

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Langsam pendelt sich eine Routine bei mir ein, eine Kette aus Tagen, die sich wie ewig gleiche Holzperlen aneinander reihen. Unterbrochen wird das Ganze nur durch freie Donnerstage, an denen ich versuche Pflichten nachzuholen und Termine wahrzunehmen, zu denen ich während der Arbeitstage nicht komme, und 1 1/2 Tage Wochenende, an denen ich versuche, etwas mit Freunden zu unternehmen. Der Herbst schreitet voran und bald ist es Winter. Das Lesen am

Bahnhof wird wegen der Kälte immer unangenehmer. Aber: Das Leben ist kein Ponyhof und eigentlich stört mich das alles gar nicht wirklich, wenn es das einzige wäre, was zur Zeit anfällt. Zwei Statuen, die ich mir bestellen wollte (die beiden Lucky Star Figuren) werde ich wohl nicht bekommen und von einer

meiner Geschichten, Dressed in Rage, fehlt die neuste Abspeicherung. Und dann sind da noch so ein Paar Punkte, die ich jetzt (und auch sonst) nicht weiter ausführen will. Aber Dressed in Rage (kurz: DiRa) ist eins der Dinge, die mir zur Zeit am meisten gegen den Strich gehen. Die gesamte Rede von Grim, dem Propheten im Crew P ist futsch! Und damit ihr wisst, wovon ich eigentlich rede, ist hier ein Ausschnitt aus DiRa, nämlich die Beschreibung des Crew P:

Den Nachtclub „Crew P“ zu finden ist eine Kunst für sich. Das kleine, dunkle Gebäude ist eingepfercht zwischen niemals fertig gestellten Neubauten und einer zerfallenen Kathedrale. Es wirkt wie in der Zeit verloren, weder in die Gegenwart, noch in Zukunft oder Vergangenheit gehörig. Zudem hatte es den Anschein,

das Gebäude schien nur Nachts zu existieren, wenn blutrote Neonbuchstaben über dem ansonsten unauffälligen, etwas tiefer gelegenen Eingang in die Dunkelheit schnitten. Das Licht war nicht besonders hell, doch in der Gegend, in der die wenigen Straßenlaternen ihr schwaches, trübes Flackern nur lustlos aussanden, wirkte die gotischen Buchstaben „Crew P“ und das dahinter gelegenen Pentagramm wie eine Flammenschrift, die letzte Glut eines verloschenen Feuers. Doch auch wenn sich jemand in diese Gegend verirrte, machten die meisten einen Bogen um den Nachtclub, denn Alles in allem wurde durch die gesamte Erscheinung schnell klar, wer sich hier traf. Es war ein Treffpunkt für die Kinder der Nacht, die Eisblumen, die bekanntlich nur Nachts blühen und diejenigen, die sich als Vampire bezeichnen.

Und bevor falsche Vermutungen auf kommen: Nein, ich mag Vampire eigentlich gar nicht. Wenn DiRa irgendwann mal fertig ist, wird man das daran auch deutlich merken. Aber gut, jetzt hab ich genug gejammert. Ich schieb mein Emo-Ego mal zur Seite und schreibe wie versprochen die Rezension zu Die Schwarze Armee – Das Reich der Träume (El Ejército Negro – El reino de los Suenos) von Santiago García-Clairac. In dem Buch geht es um den 14 Jahre alten Arturo Adragón, der mit seinem Vater in einer alten Bibliothek, der Stiftung Adragón, lebt. Der Junge hat einen merkwürdigen Drachenkopf auf der Stirn, was ihn in der Schule zum Außenseiter macht. Dazu kommt noch, dass Arturo von seltsamen Träumen geplagt wird. Gleichzeitig ist es auch die Geschichte von Arturo, dem Schüler des Alchiminsten Arquimaes, in der magischen und grausamen Welt einer vergangenen Zeit. Wegen einer Formel des Alchimisten, werden er und sein Schüler vom heimtückischen Graf Morfido verschleppt und in

eine Kette blutiger Kämpfe und schwarzer Magie verstrickt. Schon bald ist klar, dass es sich nicht um einen Zufall handelt, dass die beiden Jungen aus den verschiedenen Epochen den selben Namen tragen, sondern das ihre Schicksale auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden sind.

Das Reich der Träume ist der erste Teil einer unglaublichen Fantasy Trilogie, die durch zwei miteinander verknüpfte, spannende Geschichten, interessanten, vielschichtigen Charakteren und unerwarteten Wendungen nicht nur Jugendliche süchtig macht. Mich hat auf jeden Fall das Schwarze Armee-Fieber gepackt und ich warte jetzt schon auf Band 2. Leider ist es schwer eine Zielgruppe für das Buch zu finden. Das Cover ist langweilig und die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken vermittelt (wie so oft) einen völlig falschen Eindruck. Lasst euch dadurch nicht irreführen! Kein Leser von All-Age-Fantasy darf sich das Buch entgehen lassen.

Außerdem habe ich noch was gelesen, nämlich Lords und Ladies (Lords and Ladies)vom Großmeister Terry Pratchett. Es ist Roman um die Hexen und auch

die Zauberer der Unsichtbaren Universität. Es geht in dem Buch (das zeitlich direkt nach Total verhext liegt)um die Hochzeit von Magrat Knoblauch und König Verence dem Zweiten von Lancre. Aber wäre das nicht genug, tauchen auch noch sie auf. Die Lords und Ladies (im deutschen nicht ganz glücklich übersetzt mit Herren und Herrinnen). Die Sternentänzer. Sie. Die Elfen. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Lords und Ladies ist ein Scheibenweltroman, der mir sehr gut

gefallen hat. Ich mag Greebo (auch wenn er nur selten vorkam), Ponder Stibbons, den Quästor und natürlich den Bibliothekar. Ach ja und Nanny Ogg lese ich auch immer wieder gerne.

Das war’s dann auch wieder mal von mir. Nehmt euch in Acht vor Killertomatenpiranhas und vergesst niemals: Die Kühe sind nicht was sie zu sein scheinen.

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Hoi, Hoi! Fangen wir wieder mit dem üblichen an: Mein Zimmer. Ganz fertig ist es immer noch nich, aber zumindest so gut wie. Ich denke/hoffe, dass im nächsten Eintrag dann die Fotos zu sehen sein werden. Mir gefällt mein „neues“ Zimmer, nur die Glasvitrine ist noch ziemlich leer. Na ja, das wird sich hoffentlich bald ändern, schließlich gibt’s genug Figuren, die ich mir noch kaufen will. Außerdem brauche ich neue Poster, weil die meisten meiner alten nicht mehr passen.
Aber genug hierzu. Jetzt geht’s ins Kino. Um genau zu sein war ich schon im Kino, zusammen mit Fussel, einem ihrer Arbeitskollegen und einmal war noch jemand dabei. Ja, wir waren gleich öfters da. Um genau zu sein haben wir fast das ganze Wochenende im Kinopolis verbracht… na ja, vielleicht auch nicht ganz, aber zumindest waren wir jeden Tag einmal da. Freitagabend ging’s in Wall-E, Samstag dann in Burn after Reading und am Sonntag gab’s den Krabat.

Wall-E:
Wall-E ist die Geschichte eines gleichnamigen Roboters, der 700 Jahre,

nachdem die Menschen die völlig verdreckte Erde verlassen haben, dort aufräumen soll um das Leben wieder möglich zu machen. Eines Tages kommt Forschungssonde Eve auf die Erde. Der einsame Wall-E verliebt sich unsterblich in die geheimnisvolle Schöne und folgt ihr sogar in den Weltraum, als Eve wieder „nach Hause“ geholt wird. Das ganze ist eine total niedliche Liebesgeschichte mit sympathischen/goldigen Charakteren (vor allem Wall-E, die Kakerlake und Mo), die mal zum Lachen und mal zum Weinen ist. Alles in allem ist es einfach ein wundervoller Film, den ich mir sofort auf DVD kaufen werde und auch jeder Zeit ein zweites Mal im Kino sehen würde… oder dann auch ein drittes mal…

Burn After Reading:
Nun wird’s kompliziert, denn Burn after reading zu erklären ist eine Sache für sich. Aber für alle, denen „verdrehte, aber geniale Komödie“ nicht reicht, versuch ich’s trotzdem. Osbourne Cox (John Malkovich), frischentlassener CIA-Agent, will seine Memoiren niederschreiben. Linda Litzke (Frances McDormand), frustrierte angestellte in einem Fitnessstudio, will sich vier Schönheits-OPs

unterziehen, hat aber kein Geld. Chad Feldheimer (Brad Pitt), Arbeitskollege und Kumpel von Linda, findet eine mysteriöse CD mit „Zahlen, Daten und Scheiß“. Harry Pfarrer (George Clooney), ehemaliger Sicherheits… mensch…, hat Affären über Affären und irgendwie haben die Russen auch noch was damit zu tun. Klingt komisch, is aber so. Mehr kann ich über die Handlung nicht sagen, weil es einfach nichts mehr zu sagen gibt, ohne was zu verraten. Aber soviel kann ich noch

sagen: Ich hab soviel gelacht, wie lang nicht mehr. Die Coen-Brüder haben einfach wieder einen super Film zusammengebastelt, dessen Verlauf vielleicht nicht ganz nachzuvollziehen ist, aber der trotzallem einfach zum piepen ist.

Krabat:
Der dritte Film in folge, war der einzige, an dem die Geschmäcker ziemlich auseinander gingen. Während mir der Film ziemlich gut gefallen hat, teilen die anderen diese Meinung nicht. Vielleicht liegt es daran, das ich die einzige bin, die das Buch gelesen hat. Vielleicht auch nicht. Die Handlung von Krabat habe ich ja schon erzählt, als ich das Buch gelesen hatte, kann es mir also an dieser Stelle schenken. Mir hat Daniel Brühl als Tonda sehr gut gefallen, der Mann ist einfach toll. Aber auch Lyschko, gespielt von Robert Stadlober, hat mir sehr gut

gefallen, jetzt so rein optisch. Ich könnte jetzt eine längere Liste aufstellen, von Dingen, die mir nicht gefallen haben, aber da würde ich zuviel spoilern, also lasse ich es. Vor allem die ganze Aufmachung des Films, Kulissen, Kostüme etc. fande ich sehr gelungen,

auch wenn ich mich Zeitweise fragte: „Musste das jetzt sein?“

Aber jetzt mal zu was aktuellerem: Heute war ich auf der Buchmesse in Frankfurt. Da ich jetzt ja in der Buchhandelsbranche bin, durfte ich schon während der Fachbesuchertage auf die Messe. Und was hat’s mir gebracht? Na ja, Ich hab einen total tollen Lucky Star Radiergummi, jede Menge Prospekte, ein Paar Postkarten und einige weise Erkenntnisse. Zum Beispiel ist die Buchmesse an den Fachbesuchertagen wirklich leerer als am Wochenende und man bekommt die Möglichkeit sich alles anzugucken.

Ich muss mich etwas kürzer fassen, es gibt nämlich noch viel zu berichten. Zum Beispiel vom Angry Video Game Nerd (kurz: AVGN). Kennt den wer von euch? Der AVGN ist eine Erfindung von James Rolfe, der in der Serie auch den Titelgebenden Charakter – den Nerd – spielt. Was ist das ganze eigentlich?

Der AVGN testet alte – also richtig alte – Videospiele. Und diese Games sind nicht nur prähistorisch, sondern auch noch schlecht. Das Ganze ist sehr witzig und vor allem richtig genial. Außerdem gibt es bei youtube eine schöne Version vom Titellied, die in Deutschland hergestellt wurde und es sogar auf die AVGN-DVD geschafft hat. Wenn ihr einen kurzen Einblick in die Werke von James Rolfe haben wollt, hier sind vier Trailer.

So, nächstes Mal gibt’s dann die Buchrezension zu Die schwarze Armee – Das Reich der Träume. Gelesen habe ich es schon, bin nur grade einfach zu faul was darüber zu schreiben. Für heute war’s das erst mal. Bleibt fluffig, guckt euch die goldenen Blätter an und wartet nicht, bis die Sachen die ihr euch kaufen wollt ausverkauft sind! Have a nice time, F*ckers! xxYuupanxx

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Seyd mir gegrüßt, Fremde und Freunde. Ich bin noch völlig benebelt von Met, Lagerfeuerqualm und Mittelaltermusik. Aber von Vorne: Mein Zimmer ist immer noch nicht fertig, weil ich krank war und mich letzte Woche Sonntag nicht mehr rühren konnte. Es stehen zur Zeit zwei Billy-Regale und eine Malm-Komode, auf der meine Vögel stehen. Ich versuche den Rest heute aufzubauen, aber das Problem ist, dass ich dazu erst Mal mein altes Bett rausbringen muss. Und die Matratze ist so schwer. Am vergangenen, langen Wochenende hatte ich auch etwas wichtigeres zu tun. Es war Mittelaltermarkt. Und zwar nicht nur irgendein Mittelaltermarkt, sondern Herbstmarkt auf der Ronneburg. Dieser Markt ist schon fast ein Pflichttermin für mich und die anderen. Und dieses Jahr war es etwas

ganz besonderes für mich, denn ich habe zum ersten Mal mit den anderen dort gelagert. Leider war die Gruppe sehr klein: Wir waren am Freitag zu zehnt, Freitag auf Samstag zu siebt und Samstag auf Sonntag zu fünft. Am Sonntag ist dann ein Kumpel meines Bruders nochmal gekommen und wir sind noch mit einer neuen Marktbekanntschaft rumgelaufen. Es war eigentlich ziemlich cool,

nur die Nächte waren verdammt kalt. Und unser Zelt stand schief (das schwarze). Und es gab… lagerinterne Spannungen. Denen konnte man jedoch recht leicht aus dem Weg gehen, in dem man sich von der Jurte (also vom Zelt) fernhielt. Ich bin so ziemlich die ganze

Zeit mit Hugi und Fussel die Burg hoch und runter getrabt. Abends haben wir dann mit einem Gläschen (bzw. Becherchen oder Hörnchen) warmen Met ans Lagerfeuer gesetzt und mit Anderen den Tag ausklingen lassen. Natürlich habe ich wieder Geld dagelassen, nämlich für ein Trinkhorn (endlich), eine Fibel, Ohrringe sowie Speis und Trank. Abends haben wir zwar vor dem Zelt gegrillt, mittags jedoch haben wir uns dann doch eher was vom Markt geholt: Rahmflecken, Knobibrot oder Bannock. Vor allem letzteres hat’s mit angetan (nicht zu letzt wegen dem Preis/Leistungsverhältnis), auch wenn ich meins nicht ganz geschafft hab. Außerdem gab’s an dem Stand noch lecker Chai Latte.

Was sonst noch so los war? Hm… wir haben einen Römer mit Pfeffermühle kennengelernt, Wolgemut gelauscht, in Laurents Mitmachtheater fast sämtliche Hauptrollen besetzt (und es war eine sehr geniale Aufführung), am Lagerfeuer gesessen und einfach eine schöne Zeit zusammen verbracht. Leute, wenn das hier irgendwer von euch liest: Danke, Danke, Danke! Es war eine super Zeit und ich bin froh, Freunde wie euch zu haben, Leute wie euch zu kennen.

Theoretisch wäre das ein schöner Endsatz, aber so leicht mache ich es euch nicht. Denn ich habe natürlich auch wieder was gelesen. Nämlich Tarean – Sohn des Fluchbringers von Bernd Perplies. Es geht darin um den 16-jährigen Tarean, dessen Vater ungewollt dem bösen Hexer Calvas zum Sieg in der entscheidenden Schlacht verlift. Seitdem wird er als Fluchbringer bezeichnet und dementsprechend wird dieser Ruf auch auf seinen Sohn übertragen. Doch eines Nachts hat Tarean eine Vision und beschließt, dem Hexenmeister entgegen zu treten. Mit einigen Verbündeten an der Seite beginnt für ihn das Abenteuer seines Lebens… oder so.

Ganz ehrlich: Mich hat das Buch anfangs nicht so vom Hocker gehauen. Es war mir einfach zu… heldenhaft. Hier Gut, da Böse. Außerdem merkt man, dass der Autor Rollenspieler ist/war. Irgendwie liest sich der Roman fast wie die Mitschrift eines PnP-Abenteuers. Wen das nicht stört, darf gerne zu dem Buch greifen. Ab etwas über der Hälfte hat sich meine Sichtweise dann auch geändert, vor allem wegen Bromm und Karnodrim. Aber an sich lässt sich das Buch als

durchschnittlicher Fantasyroman bezeichnen, nicht mehr, nicht weniger.

Okay, jetzt bin ich fertig. Nehmt einen Schirm mit, wenn’s regnet, zieht euch warm an, wenn’s kalt ist und versucht nicht Dudelsack zu spielen, wenn ihr es nicht könnt!

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