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Posts Tagged ‘Dressed in Rage’

Langsam pendelt sich eine Routine bei mir ein, eine Kette aus Tagen, die sich wie ewig gleiche Holzperlen aneinander reihen. Unterbrochen wird das Ganze nur durch freie Donnerstage, an denen ich versuche Pflichten nachzuholen und Termine wahrzunehmen, zu denen ich während der Arbeitstage nicht komme, und 1 1/2 Tage Wochenende, an denen ich versuche, etwas mit Freunden zu unternehmen. Der Herbst schreitet voran und bald ist es Winter. Das Lesen am

Bahnhof wird wegen der Kälte immer unangenehmer. Aber: Das Leben ist kein Ponyhof und eigentlich stört mich das alles gar nicht wirklich, wenn es das einzige wäre, was zur Zeit anfällt. Zwei Statuen, die ich mir bestellen wollte (die beiden Lucky Star Figuren) werde ich wohl nicht bekommen und von einer

meiner Geschichten, Dressed in Rage, fehlt die neuste Abspeicherung. Und dann sind da noch so ein Paar Punkte, die ich jetzt (und auch sonst) nicht weiter ausführen will. Aber Dressed in Rage (kurz: DiRa) ist eins der Dinge, die mir zur Zeit am meisten gegen den Strich gehen. Die gesamte Rede von Grim, dem Propheten im Crew P ist futsch! Und damit ihr wisst, wovon ich eigentlich rede, ist hier ein Ausschnitt aus DiRa, nämlich die Beschreibung des Crew P:

Den Nachtclub „Crew P“ zu finden ist eine Kunst für sich. Das kleine, dunkle Gebäude ist eingepfercht zwischen niemals fertig gestellten Neubauten und einer zerfallenen Kathedrale. Es wirkt wie in der Zeit verloren, weder in die Gegenwart, noch in Zukunft oder Vergangenheit gehörig. Zudem hatte es den Anschein,

das Gebäude schien nur Nachts zu existieren, wenn blutrote Neonbuchstaben über dem ansonsten unauffälligen, etwas tiefer gelegenen Eingang in die Dunkelheit schnitten. Das Licht war nicht besonders hell, doch in der Gegend, in der die wenigen Straßenlaternen ihr schwaches, trübes Flackern nur lustlos aussanden, wirkte die gotischen Buchstaben „Crew P“ und das dahinter gelegenen Pentagramm wie eine Flammenschrift, die letzte Glut eines verloschenen Feuers. Doch auch wenn sich jemand in diese Gegend verirrte, machten die meisten einen Bogen um den Nachtclub, denn Alles in allem wurde durch die gesamte Erscheinung schnell klar, wer sich hier traf. Es war ein Treffpunkt für die Kinder der Nacht, die Eisblumen, die bekanntlich nur Nachts blühen und diejenigen, die sich als Vampire bezeichnen.

Und bevor falsche Vermutungen auf kommen: Nein, ich mag Vampire eigentlich gar nicht. Wenn DiRa irgendwann mal fertig ist, wird man das daran auch deutlich merken. Aber gut, jetzt hab ich genug gejammert. Ich schieb mein Emo-Ego mal zur Seite und schreibe wie versprochen die Rezension zu Die Schwarze Armee – Das Reich der Träume (El Ejército Negro – El reino de los Suenos) von Santiago García-Clairac. In dem Buch geht es um den 14 Jahre alten Arturo Adragón, der mit seinem Vater in einer alten Bibliothek, der Stiftung Adragón, lebt. Der Junge hat einen merkwürdigen Drachenkopf auf der Stirn, was ihn in der Schule zum Außenseiter macht. Dazu kommt noch, dass Arturo von seltsamen Träumen geplagt wird. Gleichzeitig ist es auch die Geschichte von Arturo, dem Schüler des Alchiminsten Arquimaes, in der magischen und grausamen Welt einer vergangenen Zeit. Wegen einer Formel des Alchimisten, werden er und sein Schüler vom heimtückischen Graf Morfido verschleppt und in

eine Kette blutiger Kämpfe und schwarzer Magie verstrickt. Schon bald ist klar, dass es sich nicht um einen Zufall handelt, dass die beiden Jungen aus den verschiedenen Epochen den selben Namen tragen, sondern das ihre Schicksale auf geheimnisvolle Weise miteinander verbunden sind.

Das Reich der Träume ist der erste Teil einer unglaublichen Fantasy Trilogie, die durch zwei miteinander verknüpfte, spannende Geschichten, interessanten, vielschichtigen Charakteren und unerwarteten Wendungen nicht nur Jugendliche süchtig macht. Mich hat auf jeden Fall das Schwarze Armee-Fieber gepackt und ich warte jetzt schon auf Band 2. Leider ist es schwer eine Zielgruppe für das Buch zu finden. Das Cover ist langweilig und die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken vermittelt (wie so oft) einen völlig falschen Eindruck. Lasst euch dadurch nicht irreführen! Kein Leser von All-Age-Fantasy darf sich das Buch entgehen lassen.

Außerdem habe ich noch was gelesen, nämlich Lords und Ladies (Lords and Ladies)vom Großmeister Terry Pratchett. Es ist Roman um die Hexen und auch

die Zauberer der Unsichtbaren Universität. Es geht in dem Buch (das zeitlich direkt nach Total verhext liegt)um die Hochzeit von Magrat Knoblauch und König Verence dem Zweiten von Lancre. Aber wäre das nicht genug, tauchen auch noch sie auf. Die Lords und Ladies (im deutschen nicht ganz glücklich übersetzt mit Herren und Herrinnen). Die Sternentänzer. Sie. Die Elfen. Mehr muss ich dazu nicht sagen. Lords und Ladies ist ein Scheibenweltroman, der mir sehr gut

gefallen hat. Ich mag Greebo (auch wenn er nur selten vorkam), Ponder Stibbons, den Quästor und natürlich den Bibliothekar. Ach ja und Nanny Ogg lese ich auch immer wieder gerne.

Das war’s dann auch wieder mal von mir. Nehmt euch in Acht vor Killertomatenpiranhas und vergesst niemals: Die Kühe sind nicht was sie zu sein scheinen.

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